5 wichtige Tipps bei der Pflege des Körpers

Pflegende sind oftmals überrascht mit den neuen Aufgaben, die eine Pflege mit sich bringt. Struktur und Wissen können dabei helfen, die ersten Hürden zu meistern und die pflegebedürftige Person in einem optimalen Ausmaß zu unterstützen.

Dieser Beitrag widmet sich speziell dem bereich der Körperpflege. Sie finden hier 5 Tipps, die Ihnen garantiert helfen. Oft sind es die Details, die eine spezielle Situation noch einmal deutlich verbessern. Wie beispielsweise die Wassertemperatur beim Baden, die Auswahl der richtigen Creme oder die Menge an Flüssigkeit, die die pflegebedürftige Person zu sich nimmt. Nicht immer sind solche Entscheidungen leicht. Mit unseren Tipps zur Körperpflege erleichtern Sie Ihre Alltagssituation mit der pflegebedürftigen Person.

Wassertemperatur beim Baden

Badewanner Wassertemperatur

Bei Temperaturen unter 35 ° Celsius kühlen Körper sehr schnell aus. Es kann sogar zu einer Erkältung kommen. Gerade bei schwächeren Personen muss man darauf achten. Nutzen Sie im Zweifel immer ein Badethermometer, um die richtige Badetmperatur zu ermitteln.

Die ideale Wassertemperatur liegt beim Baden zwischen 35° und 38° Celsius. Höhere Tmperaturen können den Kreislauf belasten oder in schlimmen Fällen zu Verbrennungen führen. Bedenken Sie, dass die Haut von Senioren wahrscheinlich auch deutlich sensibler als die Haut von jüngeren Menschen ist.

das richtige Abtrocknen

Abtrocknen Körperpflege Handtuch

Vor allem Körperstellen, die verdeckt sind beziehungsweise wo Haut auf Haut liegt sind besonders gefährdet. Hier können Rötungen und Pilzinfektionen entstehen. Es ist sehr wichtig, das man dem Abtrocknen besondere Aufmerksamtkeit schenkt. Beginnen Sie hinter den Ohren und arbeiten Sie sich von oben nach unten. In der folgenden Liste finden Sie besonders sensible Stellen des Körpers. Achten Sie darauf:

  • hinter den Ohren
  • in den Achselhöhlen
  • Zwischenräume der Finger
  • unter den Brüsten
  • im Bauchnabel
  • in den Bauchfalten
  • Intim- und Analbereich
  • zwischen den Zehen

Der Körper hat an den unterschiedlichen Regionen auch unterschiedliche Keime. Idealerweise nutzen Sie auch für die unterschiedlichen Regionen jeweils ein separates Handtuch. Manche Menschen nutzen nach dem Baden ein extragroßes Badehandtuch. Nutzen Sie lieber stattdessen mehrere kleine Handtücher für die unterschiedlichen Körperregionen. Die sich daraus ergebende Wäschemenge bleibt letztlich gleich. Trotzdem erhöhen Sie so die Körperpflegequalität. Übrigens, Handtücher sollte man bei mindestens 60° Celsius Waschtemperatur waschen. Der Verzicht von Weichspüler lässt die Handtücher übrigens besser saugfähig bleiben.

Wie viel Flüssigkeit braucht eine pflegebedürftige Person?

Wasser trinken bei Senioren 1,5 Liter

Die richtige Menge an Flüssigkeit ist essentiell bei der Versorgung von pflegebedürftigen Personen. Die haut bleibt glatt, die Durchblutung wird gefördert und das Bindegewebe bleibt straff. Doch welche Menge ist ausreichend? Im Durchschnitt sagt man, dass es 1,5 bis 2,5 Liter am Tag sein sollen. Darunter auf keinen Fall!

Außer es sind spezielle Erkrankungen im Spiel. Beispielsweise bei Nierenerkrankungen oder Wassereinlagerungen sollte der Hausarzt die Trinkmenge bestimmen. Unter „normalen“ Umständen jedoch sollte man sich an 6-8 Gläsern orientieren. Vor allem Senioren vergessen oft, dass sie etwas trinken müssen. Kontrollieren Sie ruhig die bereitgestellten Getränke.

 

Hautpflege – die Wahl der richtigen Creme

Hautpflege Senioren

Manche Pflegende sind sich bei der Auswahl der Hautpflegeprodukte nicht sicher. Warum auch? Die wenigsten haben eine professionelle Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann. Im Folgenden zeigen wir vier Eigenschaften bekannter produkte. Dies soll helfen, allein durch Ausschlussverfahren, das richtige Produkt zu wählen.

Zinksalbe

Bei der Verwendung von Zinksalbe können Rückstände entstehen, die Sie später nur unter erschwerten bedingungen wieder entfernen können. Oft müssen Sie dazu auf der Haut des Pflegebedürftigen reiben. Sprechen Sie den Einsatz von Zinksalbe am besten mit dem Arzt ab. Dünn aufgetragen ist die Verwendung oftmals deutlich leichter.

Babypuder

Die Verwendung von Babypuder wird auch heute noch sehr oft durchgeführt. Dabei entstehen jedoch oft kleine Krümel, die auf der haut reiben können. Selbst kleinste Bewegungen können solche Reibungen erzeugen und zu schmerzhaften Entzündungen der Haut führen. Der Schaden ist dann oftmals höher als der vorherige Nutzen. Setzen Sie Babypuder mit Bedacht ein.

Melkfett

Melkfett wird schon lange bei verschiedenen Problemen mit der haut eingesetzt. Wanderer nutzn es auch heute oftmals noch für das Einreiben der Oberschenkelinnenseiten um das klassische „sich den Wolf laufen“ zu verhindern. In der Regel funktioniert das auch. Bei der Pflege von Menschen muss man berücksichtigen, dass Melkfett die Poren und haut verschließt. So kann die Haut nicht mehr atmen. Auf Dauer ist das nicht gut.

Latschenkieferöl

Latschenkieferöl enthält Substanzen, welche die haut recht scnell austrocknen. Diesen Effekt sollte man aber eher vermeiden. Haut braucht immer eine bestimmte Feuchtigkeit.

Hände desinfizieren

Hände desinfizieren

Oftmals kommt man eine Situation, in der man nicht sicher ist, ob man jetzt die Hände desinfizieren muss oder nicht. Dabei muss man wissen, dass gründliches und korrektes Händewaschen in der Regel ausreichend für eine gute Hygiene ist. Desinfektion kommt dennoch bei bestimmten Situationen zum Tragen. Desinfektion spielt auf jeden Fall eine Rolle, wenn Sie selbst eine ansteckende Krankheit haben. Aber auch wenn Sie mit Blut, Urin oder Stuhl des Pflegebedürftigen zu tun haben, ist das Desinfizieren der Hände wichtig.

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