Investitionen in Pflege müssen 4x mehr steigen

Schon heute fehlen den Krankenkassen Milliarden Euro für die Pflege aller Pflegebedürftigen. Und das pro Jahr! Die Bundespflegekammer geht davon aus, dass sich die Situation in der nahen Zukunft sogar noch verschlechtern wird. Innerhalb der nächsten 15 Jahre werden 40% der Pflegenden in Rente gehen. Damit entsteht eine große Lücke. Darüber hinaus sind die Arbeitsbedingungen weiterhin ein großes Thema.

Die Bezahlung ist oft schlecht und die Überlastung nimmt zu. Die Bundespflegekasse spricht sogar schon von einem „Pflexit“. Also dem massiven Verlassen des Berufes durch Pfleger und Pflegerinnen. Man geht aktuell davon aus, dass man die derzeitgen Investitionen von 1% des Bruttoinlandprodukts mindestens vervierfachen müsste. Danach würde man ähnlich wie bei unseren Nachbarn 4% des BIP in die Pflege investieren.

Die Bundespflegekasse sieht auch den Tarifvertrag für die Pflege kritisch. Die 2.500 bis 2.700 Euro für Pflegekräfte sind weit weg von den geforderten 4.000 Euro Bruttogehalt für Pflegefachkräfte. Vor allem durch die neue generalistische Ausbildung (Pflegefachfrau/-mann) sollten überall die gleichen Gehälter gelten.

Zukünftig kann es daher vermehrt bedeuten, dass Familienmitglieder einspringen müssen. Das heißt, dass beispielsweise die Tochter oder der Sohn die Mutter und/oder den Vater pflegen muss. Oftmals bedeutet das wiederum Einschnitte in der eigenen Lebensgestaltung und manchmal auch mit dem Verlassen des Berufs. Speziell dafür gibt es besondere Dienstleistungen wie beispielsweise die 24h Betreuung durch europäische Betreuungskräfte im eigenen Haushalt.

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