Kirche verhindert Tarifvertrag für Pflegepersonal

Noch vor wenigen Tagen berichteten wir von der großen Chance für einen Tarifvertrag in der Pflege. Doch daraus wird wahrscheinlich so schnell doch nichts. Immerhin ging es schätzungsweise um über 1,2 Millionen Arbeitnehmer in der Pflege. Die Rahmenbedingungen wurden in mehreren Jahren ausgehandelt und besprochen. Doch nun verhindert die katholische Caritas diesen Tarifvertrag.

Pflegehilfskräfte sollten schon ab August diesen Jahres 12,40 Euro geben. Fachkräfte in der Pflege sogar dann schon 16,10 Euro pro Stunde. Außerdem sollte es ein paar Tage mehr Urlaub und 500 Euro Urlaubsgeld geben. Doch das ist mit der Ablehnung des Tarifvertrages durch die arbeitsrechtliche Kommission (ARK) der katholischen Caritas erst einmal vom Tisch. Spannend dabei ist, dass die Kirche in der Regel deutlich besser als, als es der Tarifvertrag vorgesehen hätte. Eigentlich war das also nicht das Problem. Hier ging es mehr oder weniger wieder einmal um politisches Gerangel zu Lasten des Pflegepersonals. Die Kirche befürchtet eine beeinträchtigung des Sonderrechtss der Kirchen bei den Lohnverhandlungen. Das war es im Grunde schon. Die Caritas behauptet, der Tarifvertrag würde die Situation in der Pflege insgesamt nicht verbessern. Das sehen jedoch alle Pfleger und Pflegerinnen, die nicht bei der Caritas arbeiten, vermutlich anders.

Letztlich ist die Situation also unverändert. In den Ministerien (Arbeit + Gesundheit) werkelt man an neuen Modellen und Lösungen. Doch wann das spruchreif wird muss man sehen. Senioren, die Hilfe und Unterstützung benötigen, können auch weiterhin auf ambulante Pflegedienste, 24h Betreuung und Betreuungsdienste zurückgreifen.

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