Pflegegrad 1

Alle Pflegegrade unterliegen einem Punktesystem. Bevor die jeweilige Einteilung in Pflegegrade erfolgte, gab es bis Ende 2016 drei Pflegestufen. Die Pflegestärkungsgesetze sorgten für eine Neueinteilung und damit auch bessere Abstufung für die Einteilung der Pflegeleistungen für hilfsbedürftige Menschen.

Bei geringen Beeinträchtigungen kommt in der Regel die Einstufung in den Pflegegrad 1 zum Tragen. Hierbei wird die antragstellende Person durch eine unabhängige Institution begutachtet und entsprechend eingestuft. Hierbei geht es vor allem um den Nachweis das man in geringfügigem Maße auf Hilfe angewiesen ist. Bei gesetzlich Versicherten Patienten wird das Gutachten durch den MDK durchgeführt. Bei privat versicherten Patienten erledigt dies Medicproof.

6 Kriterien bei der Begutachtung

Für die Begutachtung wird der medizinische Dienst der Krankenkassen 6 Kriterien heranziehen. Diese haben jeweils unterschiedliche Anteile.

  • 10% Mobilität
  • „15%“ kongnitive und kommunikative Fähigkeiten
  • „15%“ Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
  • 40% Selbstversorgung
  • 20% Bewältigung mit krankheitsbedingten Anforderungen
  • 15% Gestaltung des Alltagslebens

Anzumerken ist, dass die Bereiche „kongnitive und kommunikative Fähigkeiten“ und „Verhaltensweisen und psychische Problemlagen“ teilen sich den Anteil von 15% in Summe.
In jedem dieser Bereiche werden bei der Begutachtung Punkte vergeben. Umso niedriger die am Ende erreichte Punktzahl ist, umso niedriger ist dann auch der Pflegegrad. Um den Pflegegrad 1 zu erhalten, muss die Begutachtung einen Punktwert zwischen 12,5 und 27 Punkten ergeben.