Pflegegrad 3

Für den Pflegegrad 3 benötigt man bei der Einstufung durch den MDK bzw. durch MEDICPROOF eine Punktzahl von 47,5 bis unter 70 Punkte. Der Pflegegrad 3 symbolisiert bereits eine Schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit.

Das Pflegegeld im dritten Pflegegrad beträgt mit Stand 03/2021 immerhin 545 Euro. Diesen Betrag können die Pflegebedürftigen frei nutzen. Zum Beispiel auch als Anteil für eine 24h Betreuung in der Lausitz. Den Pflegebedürftigen in diesem Grad stehen Pflegesachleistungen in Höhe von 1298 Euro zu. Wenn man keinen Pflegedienst in Anspruch nimmt oder nur zum Teil die Pflegesachleistungen ausnutzt, muss man bei der Pflegekasse die sogenannte Kombinationspflege beantragen. Dann reicht der Pflegedienst seine Rechnung bei der Pflegekasse ein und die Differenz zwischen dem Höchstsatz der Pflegesachleistungen und der Rechnung wird prozentual ermittelt. Dieser Prozentsatz wird dann auf das Pflegegeld angewandt und entsprechend ausbezahlt.

Wie bei allen Pflegegraden stehen Pflegebedürftigen auch im Pflegegrad 3 Pflegehilfsmittel im Wert von 40 Euro pro Monat zu. Darüber hinaus gilt auch hier die Wohnraumanpassung von bis zu 4000 Euro je Gesamtmaßnahme.

Der Beratungseinsatz nach § 37.3 SGB XI muss in diesem Pflegegrad 2x im Jahr, also in der Regel halbjährlich, durchgefürht werden, wenn entsprechend Pflegegeld bezogen wird. Die Kosten werden vollständig von der Pflegekasse übernommen. Die Beratung muss durch eine entsprechend zugelassene Stelle bzw. Person erfolgen.