Was ist eigentlich Demenz?

Oft fängt es damit an, dass Kleinigkeiten einfach vergessen werden. Am Anfang einer Demenz stehen häufig Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Merkfähigkeit. Später fällt dann meist auch das Langzeitgedächtnis zum Opfer. Was über viele Jahre an Fähigkeiten und Wissen erworben wurde, ist dann einfach weg. Doch dies ist nicht alles. Oft sind auch Aufmerksamkeit, die Sprache, das Auffassungs- und Denkvermögen sowie die Orientierung betroffen. Auch psychische Veränderungen gehören oft zu den Symptomen einer Demenz.

Formen der Demenz

Man unterscheidet grundsätzlich in zwei Formen der Demenz.

primäre Demenzsekundäre Demenz
in der Regel unumkehrbar
Alzheimer ist mit ca 60-65 Prozent die
häufigste irreversible
Demenzform
an zweiter Stelle steht die
gefäßbedingte Demenz
oft umkehrbar, da Ursachen in vielen
Fällen außerhalb des Gehirns liegen
häufige Grunderkrankungen:
Stoffwechselerkrankungen
Vitaminmangelzustände
Alkoholismus
Medikamentenmissbrauch

Alzheimer Krankheit

Die Alzheimer-Krankheit ist die Form der irreversiblen Demenz, die am häufigsten vorkommt. Die Krankheit selbst wird nicht direkt an bestimmten Symptomen fest diagnostiziert, sondern die Diagnose entsteht im Ausschlussverfahren. Erst wenn nichts anderes eindeutig gefunden und diagnostiziert wurde, spricht man von der Alzheimer-Demenz. Vorher werden zahlreiche Untersuchen durchgeführt. Neben körperlichen Untersuchen, Laboruntersuchungen des Blutes gehören auch CT und/oder MRT Untersuchungen sowie Untersuchung des Nervenwassers (Liquordiagnostik) dazu.

Bei der Alzheimer-Demenz werden zerebrale Nervenzellen im Gehirn unumkehrbar zerstört. Die krankheit verläuft typischerweise in 3 Phasen. In der ersten Phase bemerken Patienten oft die ersten Symptome. Kleine Gedächtnislücken, Stimmungsschwankungen, örtliche und zeitliche Orientierungsschwierigkeiten oder das Nichtbeenden von Sätzen sowie die verstärkte Nutzung von kurzen Sätzen und leichten Wörtern.

In der zweiten Phase wird die Alzheimer-Demenz auch für das äußere Umfeld deutlich spür- und sichtbar. Die Patienten müssen Beruf oder Autofahren aufgeben. Bei der Körperpflege sind sie oft auf Hilfe angewiesen. Auch der Gang zur Toilette, das Essen und Trinken bedarf meist schon Hilfe durch Dritte. Spätestens in dieser Phase kann beispielsweise eine 24 Stunden Betreuung durch Betreuungksräfte eine wichtige und wertvolle Hilfe sein. Klassisch für diese Phase ist auch das vergessen der Namen von nahen Angehörigen. Das Zeit- und Ortsgefühl geht verloren und die Sprache wird undeutlich und inhaltsleer.

In der letzten Phase sind diese Patienten vollständig auf die Hilfe anderer angewiesen. Neben den bisher bereits vorhandenen Symptomen kommt jeweils deren Verstärkung sowie weitere körperliche Beschwerden hinzu. Familienmitglieder werden nicht mehr erkannt, eine Verständigung mit Worten ist unmöglich. Vermehrt treten körperliche Symptome wie Gehschwäche und Schluckstörungen auf. Die Kontrolle über Blase und Darm nimmt ab. Epileptische Anfälle sind in dieser Phase durchaus möglich und kommen nicht selten vor. Bettlägerigkeit verstärkt zusätzlich die Problematik verschiedener körperlicher Beschwerden. Sehr häufig versterben Demenz-Patienten an den Komplikationen einer Krankheit wie bspw. einer Lungenentzündung.

Die Alzheimer-Demenz ist bisher nicht hinreichend erforscht. Viele Faktoren sind noch unbekannt. Vor allem die Bereiche der ursachenforschung konnte bisher keine befriedigenden Ergebnisse liefern. Bekannt ist, dass genetische Faktoren eher geringen Einfluss haben. Außerdem weißt man, dass ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Sport, gesunder Ernährung, geistige Aktivität und vor allem auch soziale Teilhabe das Risiko deutlich senken an der Alzheimer Krankheit zu erkranken. Dies ist vor allem für Menschen ab 40 Jahren interessant, da der neurobiologische Krankheitsprozess bereits 15 bis 30 Jahre vor dem Auftreten klinischer Symptome beginnt.

vaskuläre Demenz (gefäßbedingt)

Durchblutungsstörungen im Gehirn sind oft Ursache einer gefäßbedingten Demenz. hierbei sterben Hirnzellen auf Grund Unterversorgung ab. Vor allem mehrere Schlaganfälle können zu einer vaskulären Demenz führen. Man nennt dies dann Multiinfarktdemenz. Kennzeichnend für den Verlauf vaskulärer Demenzen sind ein plötzlicher Beginn, schrittweise Verschlechterungen und ausgeprägte Schwankungen der Leistungsfähigkeit auch innerhalb eines Tages. Interessant dabei sind die möglichen Ursachen und die entsprechende Prävention. Als Hauptursachen gelten Faktoren, die generell das Risiko von Gefäßerkrankungen erhöhen, wie Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und Rauchen. Um dem Vorzubeugen sollte man also einen gesunde Lebensstil mit ausreichend Sport, gesunder Ernährung, geistigen Aktivitäten und vor allem auch sozialer Teilhabe haben. Dies sind die gleichen präventiven Maßnahmen wie auch bei der Alzheimer-Demenz!

Vor allem die vaskuläre Demenz stellt Angehörige oftmals vor eine Überrasschung und markiert oft den Beginn einer schwierigen Phase. Quasi über Nacht haben Sie ein Familienmitglied, welches unterstützt oder gepflegt werden muss. Je nach Ausprägung kann hier die 24 Stunden Pflege ein gutes Mittel zur Unterstützung sein. Die Betreuungskräfte, welche oftmals aus Polen oder anderen osteuropäischen Längern kommen, kennen solche Situationen bereits und sind mit dem Umgang mit Schlaganfallpatienten bzw. Demenzpatienten vertraut.

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Im Lausitzer Seenland steht mit senioba eine Pflegevermittlung zur Verfügung, die bereits mehr als 15 Jahre diese Dienstleistung organisiert und anbietet. In den Städten Cottbus, Hoyerswerda, Spremberg, Senftenberg, Kamenz, Lauchhammer und Finsterwalde sowie die sich aus diesem Bereich bildende Region bietet senioba die 24-Stunden-Pflege mit osteuropäischen Betreuungskräften an.

Warnsignale bei einer Demenzerkrankung

  • Vergessen kurz zurückliegender Ereignisse
  • Schwierigkeiten, gewohnte Tätigkeiten auszuführen
  • Sprachstörungen
  • nachlassendes Interesse an Arbeit, Hobbys und Kontakten
  • Schwierigkeiten, sich in einer fremden Umgebung zurechtzufinden
  • fehlender Überblick über finanzielle Angelegenheiten
  • Fehleinschätzung von Gefahren
  • ungekannte Stimmungsschwankungen, andauernde Ängstlichkeit, Reizbarkeit und Misstrauen
  • hartnäckiges Abstreiten von Fehlern, Irrtümern oder Verwechslungen

Behandlung und Heilung bei einer Demenz

Eine echte Heilung gibt es aktuell noch nicht. Es ist keine Therapie bekannt, welche zur 100%igen heilung führt. Daher liegt der Schwerpunkt einer Behandlung immer in der verbesserung der Lebensqualität der Patienten sowie deren Angehörigen.

Medizinisch wird oft an einer Hemmung des Abbaus des Botenstoffes Acetylcholin angesetzt. Dazu werden Arzneimittel verabreicht, die bestimmte Enzyme hemmen. Viele Patienten zeigen dadurch deutliche verbesserte Hirnleistungen. Auch eine gewisse Verzögerung des Fortschreitens der Symptome kann oft damit einhergehen. Die Krankheit selbst wird dadurch jedoch nicht verzögert. Begleitend werden oft verschiedene Therapien kombiniert, um die noch vorhanden Fähigkeiten der Patienten zu erhalten. Eine Begleitung durch Arzt und Unterstützung durch Pflege und Betreuung ist immer sinnvoll. Auch als Angehöriger muss man eine Demenzerkrankung in der Familie nicht allein bewältigen.

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